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Pressemitteilung

       

Der erste Schritt zum Ende eines Monopols in Deutschland:
Derutec beantragt Sendenetzbetrieb für zwei sächsische UKW-Frequenzen

 

Berlin, 27.12.2005. Kurz nach ihrer Gründung am 4. November 2005  hat die Derutec GmbH & Co. KG  jetzt bei der Bundesnetzagentur einen Antrag auf Zuteilung für den Betrieb der ersten zwei UKW-Frequenzen gestellt. In den sächsischen Städten Grimma und Oelsnitz, so der Antrag, will die Derutec zwei Frequenzen betreiben, die von der Sächsischen Landesanstalt für Privaten Rundfunk und Neuen Medien (SLM) dem Klassik-Programm APOLLO RADIO zugeteilt wurden. Das Programm kann in Sachsen bereits in den Städten Leipzig, Chemnitz, Dresden empfangen werden. APOLLO RADIO wird von vier sächsischen Radioveranstaltern (Radio PSR, Hit Radio RTL Sachsen, Energy Sachsen und BCS Broadcast Sachsen GmbH & Co. KG) gemeinsam betrieben.

Grundlage für den Antrag der Derutec bei der Bundesnetzagentur ist ein Vertrag mit  APOLLO RADIO. Der Vorgang ist ein Novum in der deutschen Rundfunkgeschichte. Zum ersten Mal gibt es jetzt die Chance, beim technischen Betrieb von Rundfunkfrequenzen in einen Wettbewerb zu treten. Bisher war die T-Systems International GmbH Media & Broadcast (T-Systems) faktisch alleiniger Anbieter auf diesem Gebiet. Diese aus der verstaatlichten Vergangenheit der Telekom herrührende Monopolstellung geht nun dem Ende entgegen.

Emmanuel Thomassin und Hans Kuchenreuther, die beiden Geschäftsführer der Derutec, freuen sich über die Einigung mit Apollo Radio. Hans Kuchenreuther: Jetzt muss die Bundesnetzagentur prüfen und entscheiden. Wir sind technisch und wirtschaftlich  in der Lage, den Sendebetrieb zu übernehmen und werden zeigen, dass wir kundenfreundlicher sind als der Wettbewerber.“
Emmanuel Thomassin: „Unser Ziel ist nun, schon im Sommer 2006 in Oelsnitz und Grimma zu senden. Wir werden in dem Markt lange der David sein, der es mit Goliath aufnimmt, aber das war bei der Liberalisierung des Telefonmarktes zu Beginn auch nicht anders.“  

Seit der Gründung der Derutec Anfang November gibt es zahlreiche Anfragen aus dem Radiomarkt. Sowohl private als auch öffentlich-rechtliche Veranstalter interessieren sich für die neuen Möglichkeiten, die Derutec anbietet.  Der Sendernetzbetrieb ist  für alle Rundfunkveranstalter ein wesentlicher Kostenfaktor.

Auch die Landesmedienanstalten betrachten den Markteintritt der Derutec mit Wohlwollen. Die sächsische SLM hatte bereits im November begrüßt, dass nach dem Ende der Monopolstellung der Telekom nun auch bei den Sendebetreibern Vielfalt einkehre. Das sei „ein positives Signal“, sagte  SLM-Präsident Prof. Kurt-Ulrich Mayer, die Marktöffnung trage „zu einem hohen Maß an Flexibilität und unternehmerischer Freiheit bei und wirkt sich somit auch positiv auf die Qualität und Leistung der Sender aus.“

Die Derutec wird in den kommenden Monaten Gespräche mit  Interessenten führen, auch, um weitere Frequenzen zu betreiben.



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